Vorsorgende Qualitäten des französischen Sozialstaats

Veröffentlicht am 09.05.2011 in Sozialpolitik

Foto: FES

neue Studie von Jan Stern im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung

In einem vorsorgenden Sozialstaat sollen die Bürger nicht nur vor sozialen und wirt-schaftlichen Risiken monetär abgesichert, sondern darüber hinaus auch befähigt werden, am sozialen, kulturellen und finanziellen Leben selbstständig teilzuhaben.

In der Familien- und Arbeitsmarktpolitik liefert uns Frankreich wegweisende Beispiele für den vorsorgenden Sozialstaat. Die konkreten Instrumente und Maßnahmen ergänzen sich und fügen sich in einen kohärenten Gesamtplan ein; die diversen sozialstaatlichen Leistungen werden nicht segmentiert voneinander, sondern multisektoral betrachtet. Sie sind häufig präventiv angelegt und bieten den Bürgern verschiedene Optionen zur Wahl an.

So ist in Frankreich eine hohe Geburtenrate mit einer ungewöhnlich guten Vereinbarkeit von Familie und Beruf und einer hohen Erwerbstätigkeit von Frauen verbunden. Zugleich bieten die Schulen als Ganztagsschulen einen wichtigen Sozialisierungs-und Betreuungsraum für junge Menschen.

Die missions locales offerieren jungen Menschen ein umfassendes Betreuungsangebot, das auf jedes Individuum zugeschnitten ist und ihre gesamte persönliche Lebenssituation berücksichtigt. Sie haben in 25 Jahren sieben Millionen Jugendlichen zu einer unbefristeten Stelle verholfen.

Die Studie steht zum Download bereit

 

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