Verwaltung muss den Menschen dienen – nicht umgekehrt

Veröffentlicht am 08.11.2013 in Stadtverband

Die Erfahrungen aus seiner beruflichen Tätigkeit als ehemaliger Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord und aus seinem ehrenamtlichen Engagement standen im Mittelpunkt der letzten Veranstaltung von „60 Minuten SPD“, zu der David Langner, der Vorsitzende der Koblenzer SPD, Hans-Dieter Gassen eingeladen hatte. Seine Ausführungen gerieten zum leidenschaftlichen Plädoyer für eine dienstleistungs- und teamorientierte Verwaltungsstruktur. „Wenn Ehrenamtliche, die einen unschätzbaren Dienst für die Gesellschaft leisten, von Bürokratie behindert werden, dann frustriert das und erschwert viele gute Dinge“, äußerte Gassen.

Er sieht noch viel Entwicklungspotential bei der Reform der öffentlichen Verwaltung. Die Menschen, die in einer Verwaltung arbeiten, müssten sich mehr als Dienstleister verstehen. Die unterschiedlichen Abteilungen und Ämter in den Verwaltungen müssten sich nach Meinung des Verwaltungsfachmannes als Teil des Ganzen sehen und lösungsorientiert über Zuständigkeiten hinweg zusammenarbeiten.

Danach ging Gassen auf seine vielfältigen Ehrenämter ein. „Wir brauchen das Ehrenamt mehr denn je. Es ist nicht wegzudenken in unserer Gesellschaft“, erklärte Gassen. Er ist Vorsitzender mehrerer Vereine und auch des ‚Freundeskreises der BuGa 2011‘ „Menschen lassen sich von Ideen begeistern und diese Begeisterung gilt es zu erhalten, zu pflegen und das beginnt damit, dass ehrenamtliches Engagement wertgeschätzt und anerkannt wird.“, so Gassen.

Er forderte in diesem Zusammenhang, dass die Kommunen ihre Räumlichkeiten Vereinen kostenfrei zur Verfügung stellen und damit deren Engagement würdigen sollten - trotz aller Notwendigkeit, Einnahmen zu generieren. „Wie kann ich von Menschen, die bereit sind, ihre Zeit und ihr Engagement für die Allgemeinheit einsetzen erwarten, dass ihr Verein dafür auch noch bezahlen soll. Hierbei kann die Kommune nur verlieren – nämlich zum einen den enormen Mehrwert, den sie und mit ihr die Bürgerschaft erfährt und zum anderen die Menschen, die begeistert sind und die sich begeistern lassen.“

Hans-Dieter Gassen ist ein Urgestein der Region Mittelrhein, die ihm sehr am Herzen liegt. Er versucht, unter anderem mit der ‚Initiative Region Mittelrhein‘ einen Beitrag dazu zu leisten, dass die Region endlich zu einer gemeinsamen Identität findet. „Wir müssen heute mehr denn je diese Region als Ganzes betrachten und die Chancen nutzen, die in dieser Gemeinsamkeit stecken.“, so Gassen. In der Region leben rund 1,5 Millionen Menschen. Sie ist in ihrer Struktur sehr heterogen und die ihr angehörigen Gebietskörperschaften sind ausgesprochen selbstbewusst, weiß Gassen aus seiner beruflich aktiven Zeit zu berichten.

„Koblenz fällt wegen seiner Größe und zentralen Lage die Führungsrolle in der Region zu. Die Stadt muss mit Weitblick und in Kooperation mit den Nachbarn einen nachhaltigen Mehrwert für die Menschen in der Region schaffen. „Der Masterplan der Stadt Koblenz hört an der Stadtgrenze auf. Diese Sichtweise ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Koblenz ist die Stadt mit einer der größten Einpendlerquoten in Deutschland. Sie ist der Dreh- und Angelpunkt in der Region und muss sich dieser Verantwortung stellen“, erklärte Hans-Dieter Gassen abschließend.

 

SPD

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Die SPD-Spitze lehnt den Vorschlag der EU-Staats- und Regierungschefs, Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen zur EU-Kommissionspräsidentin zu machen, als nicht überzeugend ab. "Damit würde der Versuch, die Europäische Union zu demokratisieren, ad absurdum geführt", sagten die drei kommissarischen SPD-Chefs Malu Dreyer, Thorsten Schäfer-Gümbel und Manuela Schwesig. Das Statement im Wortlaut.

Für viele Menschen wird es immer schwieriger, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Vor allem explodierende Bodenpreise, knapper Wohnraum und Bauland erschweren bezahlbare Mieten. Die SPD will eine Trendwende - und erhält dafür von der Baulandkommission der Bundesregierung Rückenwind.

Familien mit Kindern, Rentnerinnen und Rentner, Beschäftigte mit kleinem Einkommen - ab Juli können viele Bürgerinnen und Bürger von neuen Regelungen profitieren. Millionen Menschen erhalten mehr Geld.

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