SPD für mehr Klasse statt Masse beim Wohnungsbau

Veröffentlicht am 01.03.2012 in Pressemitteilung

Anlässlich einer fraktionsinternen Anhörung zum Thema "Miteinander der Generationen Gutes Wohnen für Jung und Alt" erklären die Sprecher der Arbeitsgruppe Demografischer Wandel Sabine Bätzing-Lichtenthäler und Franz Müntefering:

Wohnungsbau ist für das Miteinander der Generationen im Demografischen Wandel wichtig. Wohnen ist mehr als ein Dach über dem Kopf zu haben. Und ein Wohnort ist weit mehr als die Ansammlung vieler Häuser. Darin waren sich die eingeladenen Sachverständigen und die Abgeordneten der SPD-Bundestagsfraktion einig.

Die Teilnehmer stimmten darin überein, dass die meisten Menschen in ihrem Zuhause und in ihrem Wohnumfeld bleiben wollen. Sie wollen und sollten dazu rechtzeitig, ausführlich und verbindlich beraten werden. Gutes Wohnen in Zukunft werde ermöglicht durch funktionierende soziale Netzwerke, einen kreativen Hilfemix und eine umfassende Kooperation der Akteure vor Ort.

Die Sachverständigen regten an, präventive Hausbesuche, die sich in der Jugendhilfe bereits bewährt hätten, auch in der Altenhilfe vorzusehen. Es sei sinnvoll Jugend- und Altenhilfe zusammen zu planen.

Die SPD-Bundestagsfraktion will bezahlbaren Wohnraum für alle. Wir wollen erfolgreiche Programme wie "Soziale Stadt" und "Altersgerecht umbauen" weiterführen und am besten in unbefristete Förderstrukturen überführen.

Wir wissen, dass die "Leseoma" von nebenan nicht vom Himmel fällt. Deshalb wollen wir gezielt in Strukturen investieren, die ehrenamtliche Tätigkeiten erleichtern.

Gutes Wohnen zeichnet sich vor allem durch wenige Barrieren in Häusern und auf Straßen aus. Wir wollen Barrieren aus dem Weg räumen. Das kostet zwar Geld. Aber diese Investitionen zahlen sich aus. Denn davon profitieren junge und alte Menschen gleichermaßen. Wo der Rollator nicht um die Ecke kommt, gilt dies auch für den Kinderwagen.

Gute ambulante Betreuung ist nicht nur allgemeiner Wunsch sondern schont auch die öffentlichen Kassen. Denn Heimunterbringung ist deutlich teurer. Es ist besser in präventive Maßnahmen zu investieren als später aufwendige Dauerhilfeleistungen für sehr viele Menschen zu finanzieren. Die weichen Faktoren der Vergangenheit werden die harten der Zukunft sein.

Der Einladung der SPD-Bundestagsfraktion zur Anhörung folgten Barbara Kahler und Uwe Hellwig, (Deutscher Verein), Alexander Künzel (Bremer Heimstiftung), Ingrid Matthäus-Maier (Deutscher Verband für Wohnungswesen) und Tim Kähler (Stadt Bielefeld).

 

SPD

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