Nur kritisieren reicht nicht

Veröffentlicht am 08.12.2011 in Pressemitteilung

Der Trierer Bundestagsabgeordnete Manfred Nink (SPD) fordert nachfragegerechte Lösungen von der Deutschen Bahn, um die Region besser an den Fernverkehr anzubinden. Nink schlägt vor, den IC 130 zumindest freitags über Koblenz bis nach Luxemburg anzubieten. „Im Dialog mit der Bahn müssen Alternativen zu den geplanten Streichungen gefunden werden, die auch für die Bahn tragbar sind. Immer nur zu kritisieren reicht nicht aus“, kommentierte Nink die pauschale Kritik seines Wahlkreiskollegen Bernhard Kaster (CDU) an Landesregierung und Bahnführung.

Das Ergebnis einer jetzt veröffentlichten Studie der TU Dresden, wonach Trier am schlechtesten von allen deutschen Großstädten an den Fernverkehr der Bahn angebunden sei, müsse auch bei der Deutschen Bahn zur Einsicht dringenden Handlungsbedarfs führen, so Manfred Nink. „Die jetzt beschlossenen Streichungen von Verbindungen auf der Moselstrecke werden die Situation noch verschlechtern. Davor habe ich bereits im Frühjahr gewarnt – auch im Dialog mit Bahn-Chef Grube“, sagt Manfred Nink.

Auf eine Nachfrage Ninks zu den Auslastungszahlen auf der Moselstrecke habe die Bahn eingeräumt, dass die Auslastung des IC 130 an einzelnen Tagen höher war als 30 Prozent. „Zutreffend dürfte dies für den Verkehr an Freitagen sein und vor allem in den Monaten August bis Oktober. Eine nachfragegerechte Lösung könnte im Sinne der Kunden darin bestehen, den IC 130 freitags weiter über Koblenz bis nach Luxemburg einzusetzen. An Freitagen ist diese durchgehende Verbindung am späten Nachmittag von Köln nach Trier für viele Kunden unverzichtbar“, sagt der SPD-Abgeordnete. Eine solche Lösung orientiere sich an der Regelung für den IC 137, der nach den Plänen der Bahn in Zukunft nur noch sonntags im Abschnitt Luxemburg – Koblenz, an den anderen Tagen erst ab Koblenz, verkehren soll.

Die Bahn will in ihren Planungen den IC 130 zukünftig in Koblenz enden lassen. Ein Regionalexpress soll den Anschluss nach Luxemburg herstellen. Dieser Plan dürfte vor allem in nachfragestarken Zeiten aufgrund der kurzen Umsteigezeit in Koblenz allzu oft scheitern, schätzt Manfred Nink.

 

SPD

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