Dieser Bericht muss ein Weckruf sein!

Veröffentlicht am 18.06.2014 in Pressemitteilung

Foto: S. Knoll/SPD

Zum Nationalen Bildungsbericht erklärt SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi:

Der Nationale Bildungsbericht ist ein Alarmsignal. Die berufliche Ausbildung in Deutschland wird immer stiefmütterlicher behandelt. Im Jahr 2012 sind so wenige Ausbildungsverträge abgeschlossen worden wie seit bald 40 Jahren nicht mehr. Nur noch jeder fünfte Betrieb in Deutschland bildet überhaupt noch aus.

Zugleich verfügen aber fast  20 Prozent der jungen Frauen und Männer über gar keine abgeschlossene Berufsausbildung. 1,5 Millionen jungen Menschen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren fehlen damit die grundlegenden Voraussetzungen für gesellschaftliche Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben.

Dieser Befund ist alarmierend, weil die Unternehmen zugleich seit Jahren bitter über den Fachkräftemangel klagen. Dieser Mangel ist hausgemacht und spricht nicht gerade für unternehmerische Weitsicht. Unser Wohlstand basiert auf einer starken industriellen Basis. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, dürfen wir die Ausbildung in den industriellen Kernberufen nicht weiter vernachlässigen. Denn das rächt sich gerade bitter: In Berufen wie Metall und Elektro besteht bereits heute eine „beträchtliche Unterdeckung“.

Wir brauchen jetzt einen Pakt für Aus- und Fortbildung zwischen Politik, Unternehmen und Gewerkschaften. Wir müssen echte Angebote machen, um junge Menschen zu einem Ausbildungsplatz zu verhelfen. Die Industrie muss endlich verstehen, dass der beste Weg, sich für die Zukunft Fachkräfte zu sichern, ist, im eigenen Unternehmen auszubilden. Das muss auch für Jugendliche gelten, die keine idealen Ausgangsvoraussetzungen mitbringen.

Und wir müssen aufhören, berufliche gegen akademische Bildung auszuspielen. Wir brauchen die Kenntnisse der Ingenieure und Wissenschaftler genauso wie das Können der Meister und Facharbeiter. Natürlich wäre es töricht zu glauben, jungen Menschen mit politischen Entscheidungen vorschreiben zu können, ob sie ein Studium oder eine Ausbildung einschlagen. Sie wollen eine qualitativ hochwertige Ausbildung und die Aussichten auf gute Bezahlung und Karrierechancen. Wir müssen die berufliche Ausbildung deshalb attraktiver gestalten.

Die Bildungspolitik des Bundes darf sich nicht länger einseitig auf die Hochschulpolitik konzentrieren – das kann sich der Wirtschaftsstandort Deutschland nicht leisten.

 

SPD

Der Weg zur Wahl der neuen Parteiführung ist jetzt klar: Die SPD könnte künftig von einer Doppelspitze geführt werden - gemeinsam von einer Frau und einem Mann. Und die Mitglieder entscheiden. "Wir wagen Neues und ich bin sicher, am Ende dieses Auswahlverfahrens wird jeder sehen: Die SPD ist quicklebendig", sagte die kommissarische SPD-Vorsitzende Malu Dreyer.

Nach dem Wechsel von Katarina Barley in das Europaparlament wird Christine Lambrecht, bisher Parlamentarische Staatssekretärin im Finanzministerium, neue Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz.

Pflegekräfte verdienen Anerkennung und eine gute Bezahlung. Doch bislang wurden sie nur sehr gering - und sehr unterschiedlich - entlohnt. Das ändern wir jetzt. Mit dem "Gesetz für bessere Löhne in der Pflege" sorgen wir dafür, dass Pflegerinnen und Pfleger endlich anständig bezahlt werden.

Eine Woche lang hatten die SPD-Mitglieder Zeit, ihre Ideen zu schicken, wie sich die Mitglieder aktiv an der Wahl des oder der neuen Parteivorsitzenden beteiligen sollen. Das Interesse war enorm, über 23.000 Vorschläge haben den Parteivorstand erreicht. Hinzu kamen weitere Rückmeldungen aus den Gliederungen, Landesverbänden, Unterbezirken, Ortsvereinen.

Die Koalitionsspitzen von SPD und Union haben sich auf eine Reform der Grundsteuer verständigt. Außerdem werden 90 Prozent der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler entlastet, in dem für sie der Solidaritätszuschlag abgeschafft wird. Um Klimaschutz voranzutreiben soll bis September ein Klimaschutzgesetz verabschiedet werden. Auch ein Paket für bezahlbares Wohnen ist bis Ende August geplant.