Behinderte als gleichwertige Partner anerkennen

Veröffentlicht am 20.07.2012 in Pressemitteilung

Menschen mit Behinderungen stehen fast ihr ganzes Leben vor Hindernissen. „Es gilt für uns alle, die Barrieren überwinden zu helfen, um Menschen mit Behinderungen in allen Bereichen als gleichwertige Partner anzuerkennen“ so Sabine Bätzing-Lichtenthäler, MdB, die Gastgeberin des Abends. Zu diesem Thema hat vor drei Jahren der Deutsche Bundestag die UN-Behindertenrechtskonvention ratifiziert. Sie fordert, Menschen mit Behinderungen von Anfang an gesellschaftlich einzuschließen (Diesen Prozess nennt man Inklusion). Seit dem Regierungswechsel 2009 ist aber leider wenig passiert.

Ist Inklusion nur eine Illusion? Zu diesem wichtigen gesellschaftlichen Thema hatte Sabine Bätzing-Lichtenthäler eingeladen. Referentin im voll besetzten Saal des Neuwieder Heimathauses war Ulla Schmidt, Bundesgesundheitsministerin von 2001 bis 2009. Von 1976 bis 1985 war sie schon als Lehrerin für Sonderpädagogik und für Rehabilitation lernbehinderter und erziehungsschwieriger Kinder an der Schule für Lernbehinderte in Stolberg (Rheinland) mit dem Thema vertraut.

Da an dem Abend auch viele Besucher mit Behinderungen erschienen waren, u.a. Hörgeschädigte, „übersetzten“ zwei Gebärdensprachen-Dolmetscherinnen, Bianco Flavia und Urte Vöcking, die Rede von Ulla Schmidt, und die anschließend sehr rege geführte Diskussion.

Danach führte Sabine Bätzing-Lichtenthäler ein Interview mit Bianca Vogel aus Sinzig. Sie ist eine der erfolgreichsten deutschen Dressurreiterinnen. Bianca Vogel kam 1951 als Contergan-Kind zur Welt – ohne Arme und mit Hüftschäden. Mit zehn Jahren entdeckte sie ihre Liebe zum Reitsport. Sie errang viele nationale und internationale Preise, u.a. war sie Paralympische Doppel-Silbermedaillengewinnerin. Bianca Vogel wünscht sich, dass Menschen mit und ohne Behinderungen offen aufeinander zugehen.

Die SPD-Bundestagsfraktion beteiligt Betroffene, Betroffenenverbände und Experten an der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und macht so den ersten Schritt in eine inklusive Gesellschaft. Das heißt: Niemand wird ausgeschlossen. In dieser Konvention werden die Rechte von Menschen mit Behinderungen in vielen Bereichen festgeschrieben. Dadurch sollen ihre Rechte und Bedürfnisse gestärkt werden.

 

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