Die Währungsunion in der Krise

Veröffentlicht am 23.07.2012 in Europa

Foto: FES

Wieso wir nur gemeinsam wieder herauskommen | Papier von Lothar Mentel und Axel Schäfer, MdB im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung

Die Bundesregierung hat sich in den vergangenen Monaten mit ihrer einseitigen Fixierung auf die Kürzung öffentlicher Haushalte und der Ablehnung weitergehender Instrumente wie Stabilitätsanleihen, einem Schuldentilgungsfonds oder einer veränderten Rolle der Europäischen Zentralbank (EZB) an den Rand der Gemeinschaft manövriert und steht damit in Gefahr, sich mittelfristig genauso zu isolieren, wie die britische Regierung es getan hat.

Deutschland ist das einzige Land, das bislang von der Krise profitiert soliden ökonomischen Basis steht. Die Gefahr eines Auseinanderbrechens Währungsunion ist jedoch real. Neben verheerenden politischen Folgen für die exportorientierte deutsche Wirtschaft, die 40 Prozent ihrer der Eurozone absetzt, nichts weniger als eine Katastrophe.

Die Geschichte Europas hat gezeigt, dass Krisen oftmals Gemeinschaft auch strukturell entscheidend weiterzuentwickeln. Staatenlenker haben derzeit die Möglichkeit, sich ein Krisenmanager zu erweisen, wenn sie begreifen, dass stärker sind als die Summe ihrer Mitglieder.

Eine gemeinsame Währung ist für einen länderübergreifenden Wirtschaftsraum eine hervorragende Einrichtung, die allen Mitgliedern erhebliche Vorteile bringt. Dies galt bis vor wenigen Jahren – und gilt in weiten Teilen immer noch – auch für die Eurozone. Die Währungsunion befindet sich jedoch in einer tiefen Krise. Es ist Gegenstand politischen Streits, welche Maßnahmen zu treffen sind, um eine neuerliche tiefe Finanzkrise und eine damit verbundene Wirtschaftskrise zu verhindern.

Das Papier steht zum Download bereit

 

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