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Die neueste Ausgabe der Zeitschrift "Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte" widmet sich in ihrem Schwerpunkt dem Thema "Europa"

Die neueste Ausgabe der Zeitschrift "Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte" widmet sich in ihrem Schwerpunkt dem Thema "Europa"
Ach, Europa, so lautet die wiederkehrende Klageformel enttäuschter Europaenthusiasten. Wer so klagt, hat aber zumindest die Sehnsucht im Herzen. »So nicht Europa« ist demgegenüber die lieblose Abmahnung von Kritikern, die vorgeben, die Geduls verloren zu haben, die sie aber nie hatten. Die anschwellende EU-Kritik wird seit einiger Zeit immer prinzipieller.
Gerade weil die ungewöhnliche Union aus jetzt 27 überaus selbstbewussten und selbstständigen Einzelspielern ein unvermeidlich mühsames Projekt ist, in dem ohne Unterlass um Einigung und Einverständnis gerungen werden muss, nicht selten vergeblich (wie sollte es anders sein?), lebte sie aber zu allen Zeiten von einem Überschuss an Begeisterung, den sie nie ganz einzulösen vermochte. Er trieb aber die Sache voran und relativierte den ernüchternden Konfliktalltag, der alle Politik nun einmal ist.
Die neue Ausgabe der NG/FH Juli/August zu Europa widmet sich sowohl der Vision Europa, als auch den Mühen der Ebene. Im Zentrum steht das Gespräch von drei jungen Europäerinnen aus Frankreich, Polen und Großbritannien mit dem Europapolitiker Martin Schulz. Sie nennen die Europäische Union »etwas Kostbares«. Ein Hoffnungsschimmer verglichen mit dem Wankelmut vieler Regierender.