Neue Gesellschaft / Frankfurter Hefte neu erschienen

Veröffentlicht am 17.01.2011 in Ankündigungen

Foto: NG/FH

Die aktuelle Doppel-Ausgabe der Zeitschrift "Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte" hat dieses Mal zwei Schwerpunkte.

Thema I: Feminismus. Offensichtlich ist das Fehlurteil, er hätte sich mittlerweile erledigt und sei nur noch ein überständiges Hobby von Berufsengagierten, wie die vom eigenen Karriereerfolg geschmeichelte Familienministerin jüngst meinte.

Gewiss, viele sichtbare Mauern zwischen den Geschlechtern sind geschleift, Erfolg der Frauenbewegung der letzten Jahrzehnte. Geblieben aber sind die zahlreicheren unsichtbaren Mauern, die der wirklichen Gleichstellung von Frauen im Alltags- und Berufsleben im Wege stehen – in den Chefetagen, beim Einkommen, bei der häufigen Dreifachbelastung mit Erwerbsarbeit, Kindererziehung und Haushalt.

Thema II: Kultur und Gesellschaft. Dass Kultur nicht schmückendes Ornament, sondern Lebensmittel und Produktivkraft des gesellschaftlichen Fortschritts ist, wird bis zum Überdruss beschworen, in der Praxis politischen Handelns hingegen selten wirklich ernst genommen.

Wichtige Facetten des gegenwärtigen Panoramas im Verhältnis von Kunst und Gesellschaft werden beleuchtet. Im Mittelpunkt steht ein großes Gespräch mit jungen Künstlerinnen und Kunsttheoretikern. Zur Debatte steht, ob wir Zeugen einer zunehmenden Entpolitisierung der Kunst, ihrer Abwendung von den gesellschaftlichen Belangen sind oder eines Wandels in der Weise, wie sich eine jüngere Generation von Künstlerinnen und Künstlern in ihrem Schaffen mit gesellschaftlichen Erfahrungen und Befunden auseinandersetzt.

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