
Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlamentes, spricht im Berliner Willy-Brandt-Haus

Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlamentes, spricht im Berliner Willy-Brandt-Haus
Die Herausforderungen, vor denen die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten in der anhaltenden Währungs- und Schuldenkrise stehen, sind gewaltig. Die Folgen der globalen Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise 2008/2009 und das unzureichende politische Krisenmanagement innerhalb der Europäischen Union haben zu einer Krise des europäischen Einigungsprozesses insgesamt geführt.
Viele der historisch einzigartigen politischen, wirtschaftlichen, außen- und sicherheitspolitischen Errungenschaften des europäischen Einigungswerkes werden zudem durch einen in etlichen europäischen Staaten aufkeimenden anti-europäischen Rechtspopulismus in Frage gestellt. Nicht nur in den europäischen Krisenstaaten wachsen bei vielen Menschen die Zweifel an der Problemlösungsfähigkeit demokratischer Politik überhaupt – sei es im staatlichen Rahmen oder im überstaatlichen Zusammenschluss in der Europäischen Union.
Diesen Herausforderungen von Innen stehen ebenso große Herausforderungen von Außen gegenüber. Europa muss sich, seine Werte und Interessen, in den kommenden Jahrzehnten in einer sich rasant wandelnden Weltordnung mit neuen aufsteigenden Mächten behaupten, wenn es die Welt von morgen aktiv mitgestalten will. Mit der neuen Gesprächsreihe „Reden zu Deutschland und Europa“ will die SPD künftig mehrmals im Jahr grundlegende Fragen der politischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Zukunft Deutschlands und Europas mit Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur debattieren.