Triers Abkopplung vom Fernverkehr ist Konsequenz einer verfehlten schwarz-gelben Verkehrspolitik im Bund

Veröffentlicht am 08.10.2011 in Pressemitteilung

Die Abkopplung der Region vom Fernverkehrsnetz der Deutschen Bahn komme keineswegs überraschend, sagt der SPD-Bundestagsabgeordnete Manfred Nink. „Der Bundesverkehrsminister hat nichts für eine Steigerung der Attraktivität der Moselstrecke getan und mein Trierer CDU-Kollege tut so, als sei er von der Entscheidung der DB AG überrascht worden. Das ist ganz großes Theater auf Kosten der Region“, so Nink.

Bereits im Frühjahr 2011 hatte Nink vor dem jetzt eintretenden Szenario gewarnt. Der SPD-Abgeordnete kritisierte, dass sich das Bundesverkehrsministerium beim Ausbau der Strecke Mainz-Koblenz-Trier-Luxemburg allein auf den zweigleisigen Ausbau der Strecke zwischen Igel und der Luxemburger Grenze beschränkte.

Bundesverkehrsminister Ramsauer entschied, auf weitere Maßnahmen wie die Weichenneubauten an der Konzer Brücke zu verzichten. Nink prophezeite damals: „Letztendlich wird sich die Situation für die Reisenden nicht sonderlich verbessern. Vor allem der Fernverkehr bleibt auf der Strecke. Die Moselstrecke bleibt unattraktiv.“

Noch im August diesen Jahres hatte der CDU-Abgeordnete Bernhard Kaster im Rahmen des „Runden Tisches Verkehrsinfrastruktur“ der Initiative Region Trier eine weitgehende Abkopplung Triers vom DB-Fernverkehr abgestritten. Manfred Nink hatte bei dieser Konferenz die Teilnehmer eindringlich vor dem jetzt eintretenden Szenario gewarnt.

Nink: „Dass die Bahn nun aufgrund mangelnder Wirtschaftlichkeit und schwacher Nachfrage Fernverkehrsverbindungen nach Trier streicht, ist nicht verwunderlich, sondern war abzusehen. Jeder in der Region, der so tut, als sei er überrascht, hat entweder die Entwicklungen in den vergangenen Monaten verschlafen oder versucht schwarz-gelben Fehlentscheidungen Rückendeckung zu geben. Nicht der Bahn ist die Region egal, sondern der schwarz-gelben Bundesregierung.“

 

SPD

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