Kürzungen bei Jugendintegrationskursen

Veröffentlicht am 21.12.2011 in Kommunales

„Wenn wir wollen, dass Jugendliche integriert werden, müssen wir auch entsprechende Angebote finanziell sicherstellen. Es kann nicht sein, dass der Bund ausgerechnet bei Jugendintegrationskursen das Geld kürzt und dies noch als Verbesserung darstellen will,“ ärgert sich Sabine Bätzing-Lichtenthäler. Sie hatte schon mehrfach gerügt, dass Lehrkräfte zu wenig Geld bekommen.

Die Volkshochschule Neuwied, die anders als viele andere Träger ihren Lehrkräften ordentliche Bezahlung gewährt, wird von einer Neuregelung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge besonders hart getroffen.

Bätzing-Lichtenthäler hat sich inzwischen mit einer Anfrage an die Bundesregierung gewandt. Sie will wissen, welche Mittelkürzungen durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge vorgenommen werden und wie die Bundesregierung darauf zu reagieren will.

Henriette Meinhardt-Bocklet und Ursula Jungblut von der VHS Neuwied, suchten das Gespräch mit Bätzing-Lichtenthäler, um die aktuellen Probleme der neuen Richtlinien für die Kurse zur Integration von Jugendlichen zu besprechen.

Das Bundesamt ist für die Zahlung an die Träger der Integrationskurse zuständig, die dazu dienen, Migranten mit der Sprache und den Gepflogenheiten in Deutschland vertraut zu machen. Das Bundesamt hat nun die Kostenerstattung an die Träger angehoben, eigentlich eine gute Sache. Gleichzeitig jedoch wurden bei den Kursen für Jugendliche andere Pauschalen gestrichen. Das absurde Ergebnis ist nun, dass es für Kurse für Jugendliche weniger Geld als zuvor gibt. „Das kann so nicht bleiben,“ ist Bätzing-Lichtenthäler überzeugt.

 

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