250.000 Euro für Wormser Süden aus Bund-Land-Programm

Veröffentlicht am 22.12.2011 in Kommunales

Für Gebietsentwicklung und den Abbau sozialer Problembereiche erhält die Stadt Worms für den Wormser Süden aus dem Bund-Land-Programm „Soziale Stadt" 250.000 Euro. Dies teilte der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz jetzt dem Bundestagsabgeordneten Klaus Hagemann und dem Landtagsabgeordneten Jens Guth mit.

„Zwar fließen die Mittel noch, aber die Kürzungen der schwarz-gelben Bundesregierung sind deutlich zu spüren“, sagten die beiden SPD-Abgeordneten. Beim Programm „Soziale Stadt“ bleibt es auch für 2012 bei der nun 60prozentigen Kürzung gegenüber 2009 auf jetzt nur noch 40 Millionen Euro, konnte Hagemann von den Beschlüssen des Haushaltsausschusses berichten.

Insbesondere die nichtinvestiven, also für mehr als nur Baumaßnahmen bestimmten Mittel, wurden zusammengestrichen. Dabei sind nichtinvestive Projekte wie das Quartiersmanagement, Nachhilfe für Schüler oder Bewerbertrainings äußerst sinnvolle Maßnahmen und bedeuten nicht – wie die Bundes-FDP meint – „Sozialklimbim“ oder „Bibliotheken für Mädchen mit Migrationshintergrund“. „Die sozialintegrativen Maßnahmen sind das Herzstück der Sozialen Stadt, auch in Worms. Denn reine Baumaßnahmen hätten sicherlich nicht dazu geführt, dass sich in den vergangenen Jahren der Bildungsstand der Kinder im Süden deutlich verbessert hat“, betonte Guth.

Deshalb appellieren die beiden Parlamentarier, die „Soziale Stadt“ in Worms nicht ausbluten zu lassen. „Jetzt kommt es darauf an die entstandenen Strukturen zu stabilisieren und nicht auf halber Strecke aufzuhören. Darüber hinaus übersteigen die Folgekosten durch jahrelange Vernachlässigungen in benachteiligten Stadtteilen die Kosten der Städtebauförderung um ein Vielfaches“, betonte Hagemann.

 

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