"Der Ausbau digitaler Vernetzung ist entscheidend“

Veröffentlicht am 19.07.2015 in Veranstaltungen

Sozialdemokraten diskutieren Chancen der Digitalisierung 

Die Bundestagsabgeordneten Gabi Weber, Saskia Esken und Thomas Hitschler hatten zu einer gemeinsamen Diskussionsveranstaltung zum Thema „Geht das auch online? Die Digitalisierung des Alltags und ich“ nach Berghausen im Rhein-Lahn-Kreis eingeladen.

Die von Gabi Weber moderierte Debatte eröffnete Thomas Hitschler mit einem thematischen Impuls. Er betonte, dass die Politik in Sachen Digitalisierung am meisten gefordert sei: Nicht nur die Veränderungen in Arbeits- und Lebenswirklichkeit der Menschen z.B. durch Smartphones müssten gesetzlich geregelt werden, die Politik hinke allgemein bei dieser Frage manchmal hinterher. Dies sah auch der via Skype aus Berlin zugeschaltete Internetexperte Sebastian Haselbeck vom Verein Co:llaboratory so. Er stellte das von ihm mitgestaltete Projekt „Smart Country“ vor, welches daran arbeitet, Innovationen der Digitalisierung auch auf dem Land zu verbreiten.

Saskia Esken bezeichnete den Unterschied zwischen Stadt und Land als „digitale Spaltung“, die es zu verhindern gelte. Sie betonte außerdem, wie viele Möglichkeiten die Digitalisierung biete. Netzpolitik sei keine Nische mehr, sondern habe längst alle Lebensbereiche erfasst. Darauf habe man sich aber noch nicht ausreichend eingestellt, besonders nicht im Bildungssystem. Auch der Datenschutz sei noch lückenhaft.

Mario Rehse, Mitarbeiter von 1&1, forderte von der Politik, dass sie weitere Impulse setzen müsse, um z.B. die Internetgeschwindigkeiten in Deutschland weiter zu erhöhen. Breitbandversorgung sei gerade für die Wirtschaft von elementarer Bedeutung.

Während der offenen Diskussion berichteten viele Gäste von persönlichen Problemstellungen, auf die sie in ihrem digitalen Alltag bereits getroffen waren, von einem fehlenden, aber dringend benötigten Telefonnetzanschluss bis hin zu fehlendem GPS-Empfang auf der Fahrt nach Berghausen.

In ihrer abschließenden Zusammenfassung betonte Weber, wie wichtig es sei, Diskussionen wie diese durchzuführen: „Der Ausbau der digitalen Vernetzung ist von entscheidender Bedeutung für die örtliche Lebensqualität, das haben die Beiträge der Bürgerinnen und Bürger im Verlauf unserer Debatte deutlich gezeigt.“

 

SPD

04.11.2020 23:47
Das Wichtigste zu Corona.
Bund und Länder haben neue Beschlüsse gefasst, um die drastisch steigenden Corona-Infektionszahlen in den Griff bekommen. Gemeinsam. Schnell und entschlossen. Wir informieren über die wichtigsten Tipps, Hilfen und Informationen, wie wir Corona bekämpfen und dabei die Gesellschaft zusammenhalten.

Um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, setzt Arbeitsminister Hubertus Heil auf mehr Homeoffice und mehr Sicherheit am Arbeitsplatz. Arbeitgeber müssen Homeoffice überall dort möglich machen, wo es die Tätigkeiten zulassen. Dadurch sollen Kontakte am Arbeitsort, aber auch auf dem Weg zur Arbeit reduziert werden.

Mit den gestrigen Bund-Länder-Beschlüssen wird auch die Hilfe für Unternehmen und Soloselbständige, die durch den Lockdown weniger Geld verdienen können, noch mal deutlich verbessert: Es wird einfacher, Überbrückungshilfe III zu beantragen, die Förderung wird weiter aufgestockt - es gibt mehr Geld - und mehr Unternehmen können sie in Anspruch nehmen. Mehr gibt es auch für die Neustarthilfe für Selbstständige. Und die besonderen Herausforderungen des Einzelhandels werden berücksichtigt.

Bei ihren Beratungen haben Bund und Länder die bisherigen Lockdown-Regeln verlängert. Und einige Schutzmaßnahmen sind dazu gekommen. Denn zwar sinkt langsam die Zahl der Neuinfizierten, insgesamt ist sie aber immer noch deutlich zu hoch. Hier gibt es alle aktuellen Regeln im Überblick.

Am 16. Januar wäre Johannes Rau 90 Jahre alt geworden. "Versöhnen statt spalten" - das war sein Verständnis von den Aufgaben der Politik. Gäbe es einen aktuelleren Anlass, an diesen Leitspruch zu erinnern als in diesen Zeiten einer weltweiten Pandemie, in Zeiten des Brexit und der Heilssuche in nationalem Egoismus und angesichts immer tiefer werdender sozialer Gräben? Lest hier den Namensbeitrag des SPD-Vorsitzenden Norbert Walter-Borjans.