Bundesregierung weicht Fragen zu Cattenom weiter aus

Veröffentlicht am 24.03.2012 in Pressemitteilung

„Es ist eine Frechheit, dass die Bundesregierung weiter meinen Fragen zu den Risiken, die durch das AKW Cattenom für die Menschen in der Region Trier bestehen, ausweicht“, sagte der Trierer Bundestagsabgeordnete Manfred Nink (SPD) in Berlin. Nink hatte im Rahmen der Fragestunde des Bundestages am 21. März die Bundesregierung zu Cattenom befragt. In den schriftlichen Antworten weist die Bundesregierung alle Verantwortlichkeiten von sich.

Nink wollte unter anderem wissen, welche Risiken nach Auffassung der Bundesregierung für die deutsche Bevölkerung durch das AKW Cattenom bestehen. Seine Frage bezog er ausdrücklich auch auf die jüngsten Vorfälle und den Störfall am 18. Januar 2012. Außerdem wollte Nink wissen, wie die Bundesregierung die französische Regierung davon überzeugen will, Cattenom dauerhaft abzuschalten.

In der Antwort weist die Bundesregierung alle Verantwortlichkeiten von sich. „Die Bundesregierung gibt hierzu keine Bewertung ab. Das Europäische Recht sieht einen gemeinsamen Rechtsrahmen für die nukleare Sicherheit vor. Danach ist jeder Staat für die Sicherheit seiner nuklearen Anlagen allein verantwortlich. Es obliegt der jeweiligen nationalen Atomaufsicht, für die Sicherheit der Anlagen zu sorgen“, so die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium Ursula Heinen-Esser in ihrer Antwort.

Manfred Nink: „Ich hatte nicht gefragt, wer für die Sicherheit der Atomkraftwerke verantwortlich ist, sondern wie die Bundesregierung die Risiken für die deutschen Bevölkerung einschätzt. Selbstverständlich ist jeder Staat in Europa für die Sicherheit seiner Atomkraftwerke verantwortlich, aber richtig ist auch, dass jeder Staat für die Sicherheit und den Schutz seiner Bevölkerung verantwortlich ist. Die Franzosen müssen sicherstellen, dass es in Cattenom zu keinem GAU kommt.

Gleichzeitig aber muss die Bundesregierung die Risiken für die deutsche Bevölkerung für eben jenen Ernstfall einschätzen und deshalb die aktuelle Sicherheitslage bewerten. Die Bundesregierung kann sich nicht wegducken bei diesen Fragen. Ich will weiter wissen, wie die deutsche Bundesregierung angesichts immer neuer Pannen in Cattenom die Sicherheit ihrer Bürgerinnen und Bürger in der grenznahen Region gewährleisten will. Das ist ihre Aufgabe und nicht die Aufgabe der französischen Atomaufsicht. Dazu werde ich in der kommenden Woche erneut nachfragen.“

 

SPD

26.06.2026 13:36
Stark gegen rechts.
Wir verteidigen unsere Demokratie - mit Haltung, klaren Argumenten und unseren Werten: Freiheit. Gerechtigkeit. Solidarität. Du willst mehr als zuschauen?

Rente ist mehr als Mathematik. Rente ist mehr als Demografie. Rente ist eine entscheidende Frage der Gerechtigkeit.

Bei der Erbschaftssteuer geht es um Gerechtigkeit und um eine zentrale Frage: Hängen Chancen von Leistung ab oder von Herkunft?

26.05.2026 11:14
Zusammen Zukunft schreiben..
Die SPD erarbeitet ein neues Grundsatzprogramm. Mach mit und gestalte mit uns die Zukunft.

01.05.2026 09:43
Ihr FAIRdient Tarif.
Steuergeld soll faire Arbeit stärken. Dafür sorgt die SPD: Mit dem Bundestariftreuegesetz erhalten nur Unternehmen, die ihre Angestellten nach Tarifvertrag bezahlen, öffentliche Aufträge. Das ist gerecht.