
Foto: SPD/Jänicke
Zu den Ergebnissen des Treffens der Bundesregierung mit den Personalvorständen der 30 DAX-Unternehmen erklärt die stellvertretende Parteivorsitzende und Ministerin für Soziales und Gesundheit, Manuela Schwesig:

Zu den Ergebnissen des Treffens der Bundesregierung mit den Personalvorständen der 30 DAX-Unternehmen erklärt die stellvertretende Parteivorsitzende und Ministerin für Soziales und Gesundheit, Manuela Schwesig:
Das war nichts weiter als eine Schauveranstaltung der Ministerinnen Schröder und von der Leyen: Maximaler Medienrummel, minimales Ergebnis für die Frauen.
Denn erstens: Freiwillige Selbstverpflichtungen werden krachend scheitern und nicht zu den notwendigen Veränderungen in den Führungsetagen der großen Unternehmen führen. Die Bundesregierung lässt sich von den großen DAX-Unternehmen vorführen.
Die Zielvorgaben, die die Unternehmen anbieten, sind beschämend niedrig. Außerdem lassen die Unternehmen in ihren Zielvorgaben völlig offen, von welchen Führungsebenen sie überhaupt sprechen. Es gibt keine vergleichbaren Ziele – Verschleierungstaktik statt Klarheit.
All das zeigt: Ohne Druck wird sich nichts verändern. Wir brauchen endlich eine verbindliche gesetzliche Frauenquote von 40 Prozent für die Aufsichtsräte und Vorstände.
Wir haben heute eine so hervorragend ausgebildete Frauengeneration wie noch nie zuvor. Es ist ökonomisch absoluter Wahnsinn, dass ihnen noch immer der Weg in die Führungsetagen der großen Unternehmen verstellt bleibt. Die Wirtschaft braucht die Fähigkeiten, die Talente und die Kreativität der Frauen. Eine gesetzliche Frauenquote ist überfällig.
Und zweitens: Es geht ja nicht nur um die paar Frauen, die es vielleicht in den Vorstand oder in den Aufsichtsrat schaffen oder nicht. Die Schau der beiden Damen von der Leyen und Schröder um dieses Einzelthema ist doch schlicht verlogen. Es gibt so viele Hindernisse für Frauen auf dem Arbeitsmarkt, aber hier schauen die beiden Damen einfach weg!
Wir brauchen endlich ein Gesetz, das gleichen Lohn für gleiche Arbeit durchsetzt. Wir brauchen den Mindestlohn, von dem überwiegend Frauen profitieren würden. Und Frauen brauchen gute Betreuungsmöglichkeiten für ihre Kinder, damit sie Familie und Beruf vereinbaren können. Aber hier bleiben Schröder und von der Leyen untätig.