Bund kann sich beim Fernverkehr nicht aus der Verantwortung ziehen

Veröffentlicht am 25.01.2012 in Pressemitteilung

Der Trierer Bundestagsabgeordnete Manfred Nink (SPD) kritisiert den Vorschlag des Bundesverkehrsministeriums, wonach die Luxemburger Staatsbahn CFL anstelle der deutschen DB AG den Fernverkehr zwischen Luxemburg und Köln organisieren soll. Das Trierer Nachrichtenmagazin 16vor.de hatte den Vorschlag aus einem Brief des Bundesverkehrsministeriums an den Trierer Oberbürgermeister zitiert. „Dieser Vorschlag ist eine Frechheit“, sagte Manfred Nink.

„Die Luxemburger sind nicht die Lückenbüßer für eine falsche deutsche Verkehrspolitik von CDU/CSU und FDP“, so der SPD-Abgeordnete weiter. Der Bundesverkehrsminister zeige ein weiteres Mal, dass er kein Interesse daran hat, die Anbindung der Region an den Fernverkehr der Bahn zu verbessern. Der Bund könne sich nicht einfach aus der Verantwortung ziehen.

Für Manfred Nink bleibe die entscheidende Frage, welchen Beitrag die Bundesregierung leisten will, um die infrastrukturellen Bedingungen auf der Moselstrecke für den Fernverkehr der Bahn zu verbessern. Nink hat dazu eine entsprechende schriftliche Frage an das Bundesverkehrsministerium gerichtet. Die Antwort wird für den kommenden Freitag (27.01.2012) erwartet.

„Wir brauchen ein verlässliches Verkehrsangebot der Bahn vor allem für die Pendlerinnen und Pendler zwischen Köln und Luxemburg. Der Bund muss die Voraussetzungen für Fahrzeitgewinne im Fernverkehr auf der Moselstrecke schaffen. Nur so wird die Strecke auch für das Fernverkehrsangebot der Deutschen Bahn AG wieder interessant“, sagte Nink. In einem Gespräch mit dem Vorsitzenden der DB AG, Dr. Rüdiger Grube, in der nächsten Woche will er das Thema erneut zur Sprache bringen. „Ich werde mich weiter für eine Lösung einsetzen, die den Bedürfnissen der Pendlerinnen und Pendler aus der Region Trier gerecht wird“, sagte Manfred Nink.

 

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