Bildungspolitik muss Chancengleichheit in den Mittelpunkt stellen

Veröffentlicht am 02.05.2013 in Pressemitteilung

Zur Vorstellung der Allensbach-Studie „Hindernis Herkunft“ im Auftrag der Vodafone-Stiftung erklärt die Vorsitzende des Gesprächskreises Bildung des SPD-Parteivorstandes und rheinland-pfälzische Bildungsministerin Doris Ahnen:

Ungleich verteilte Bildungschancen sind eine der drängendsten gesellschaftlichen Herausforderungen in unserem Land. Bildungserfolg hängt in Deutschland immer noch von sozialer Herkunft und dem Geldbeutel der Eltern ab. Der Auftrag, diesen Zusammenhang endlich aufzubrechen, ist klar und eindeutig. Dabei geht es um eine Verbesserung der Lebenschancen unserer Kinder und darum, Wohlstand und sozialen Zusammenhalt in Deutschland nicht zu gefährden. Die SPD setzt auf eine Bildungspolitik, die Chancengleichheit und soziale Gerechtigkeit in den Mittelpunkt stellt und Aufstieg durch Bildung ermöglicht.

Ein Schlüssel für mehr Chancengleichheit im Schulbereich sind zusätzliche und bessere Ganztagsangebote. Die Ganztagsschule bietet mehr Zeit und schafft die Möglichkeit, jede und jeden individuell zu fördern. Ziel sozialdemokratischer Bildungspolitik ist es deshalb, dass Bund und Länder gemeinsam jedem der möchte einen Ganztagsplatz anbieten – egal wo und in welcher Schulform.

Mehr Chancengleichheit und ein Kooperationsverbot in der Bildung passen nicht zusammen. Eine Änderung unserer Verfassung muss oberste Priorität haben, damit Bund und Länder gemeinsam zukünftig 20 Milliarden Euro mehr als bisher in Bildung und Wissenschaft investieren können. In unserem Regierungsprogramm haben wir beschrieben, wie dies zu erreichen ist. Wir haben konkrete Vorschläge für ein sozial gerechtes und leistungsfähiges Bildungssystem, das Aufstieg durch Bildung ermöglicht. Die SPD will einen neuen Bildungsaufbruch wagen.

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