
Der Trierer Bundestagsabgeordnete Manfred Nink fordert, am geplanten zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke zwischen Igel und Luxemburg festzuhalten.

Der Trierer Bundestagsabgeordnete Manfred Nink fordert, am geplanten zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke zwischen Igel und Luxemburg festzuhalten.
Nachdem am Mittwoch bekannt geworden ist, dass das Bundesverkehrsministerium keinen Bedarf mehr für einen solchen Ausbau sieht, sei nun Bernhard Kaster (CDU) gefordert, die Einhaltung der bereits 2007 getroffenen Zusagen der Bundesregierung für das Vorhaben mit Nachdruck sicherzustellen, sagte der SPD-Abgeordnete am Mittwoch in Berlin.
Nink: „Statt den Menschen in der Region immer wieder neue Versprechungen und Hoffnungen zu machen, soll Kaster Worten endlich Taten folgen lassen und seine Unions-Parteifreunde im Bundesverkehrsministerium von der Notwendigkeit des Ausbaus für die Pendlerinnen und Pendler auf beiden Seiten der Grenze überzeugen. Dass bereits getroffene Zusagen seitens des Bundesverkehrsministeriums über den Haufen geworfen werden, stellt eine neue Qualität der Unzuverlässigkeit dieser Bundesregierung dar.“
Medienberichten vom heute zufolge, sieht das Bundesverkehrsministerium derzeit keinen Bedarf mehr für den zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke zwischen Igel und der luxemburgischen Grenze. Und auch einer Erweiterung des grenzüberschreitenden Zugangebots räumt das Ministerium nur wenig Chancen ein.
Nink fordert, Kaster müsse erklären, wie er angesichts dieser Äußerungen weiter davon ausgehen könne, dass der zweigleisige Ausbau zwischen Igel und der luxemburgischen Grenze wie geplant bis spätestens 2015 realisiert wird. Während beim Trierer Verkehrsgipfel 2007 unter anderem Ministerpräsident Kurt Beck und der damalige SPD-Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee die Bedeutung des Ausbaus erkannten und diesen zusagten, verkenne die schwarz-gelbe Bundesregierung die Relevanz der Verbindung für den internationalen Schienenverkehr, so Nink.
„Die Union zeigt ihr wahres Gesicht. Alle früheren Versuche seitens der CDU, der SPD-Landesregierung den schwarzen Peter in die Schuhe zu schieben, lösen sich in Luft auf. Anhand dieser Entscheidung gegen einen Ausbau wird deutlich, welche geringe Priorität die Region Trier jetzt bei der CDU-geführten Bundesregierung genießt“, sagte Manfred Nink.