Neue Gesellschaft / Frankfurter Hefte neu erschienen

Veröffentlicht am 08.01.2013 in Ankündigungen

Foto: NG/FH

Die neueste Ausgabe der Zeitschrift "Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte" widmet sich in ihrem Schwerpunkt dem "Ein attraktiveres Europa"

Das Spielen auf Zeit kostet die EU immer mehr Vertrauen und Zuneigung und erschwert beständig den fälligen Durchbruch. Jacques Delors hatte Recht, in einen Binnenmarkt verliebt sich niemand und wenn dieser dann auch noch den gemeinsamen Wohlstand bedroht, statt ihn zu mehren, verliert er bald seine Freunde.

Die große europäische Idee aber, zu Recht mit dem Friedensnobelpreis geadelt, gerät durch das beklagenswert schlechte und leidenschaftslose Management der europäischen Angelegenheiten in der Krise in Not. Wie soll den Bürgerinnen und Bürgern die Notwendigkeit vertiefter Integration denn nahe gebracht werden, wenn die politische Führung der Mitgliedsländer schon beim erreichten Maß der Zusammenarbeit heillos überfordert wirkt?

Der Kontinent muss nun, besser heute als morgen, den Schritt zum solidarischen Europa offen und stolz wagen, wenn der Bazillus des europäischen Siechtums nicht in die Herzen auch noch der treuen Europäer eindringen soll.

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