
ein Werkstattgespräch der SPD-Bundestagsfraktion | Deutscher Bundestag | Berlin

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Sozialdemokraten haben im vergangenen Jahrzehnt erfolgreich für den Erhalt einer breiten industriellen Basis in Deutschland gekämpft gegen einen globalen Trend und gegen so manche Stimmen im eigenen Land, die allein in Dienstleistungen und Finanzdienstleistungen die Rettung für das verstaubte alte Europa sahen. Es gibt jedoch keinen Grund sich zurückzulehnen. Mit einer modernen Industriepolitik müssen wir den Kurs der Wirtschaft in ein Zeitalter der Mobilität und der Energie- und Rohstoffeffizienz steuern und begleiten. Eine horizontale Industriepolitik muss Qualifikation, Wissenschaft und Forschung, Infrastruktur, Ressourcenzugang und den sozialen Frieden als Standortfaktoren sichern - ergänzt durch eine sektorale Industriepolitik kluge Investitionen in Leitmärkte fördern.
Die Industrie in Deutschland hat eine ökonomische Schlüsselfunktion inne. Aktuell arbeiten bei uns 7,8 Millionen Menschen in der Industrie. Wir brauchen das produzierende Gewerbe für hochwertige Arbeitsplätze mit großer Wertschöpfung. Eine erneuerte Industrie wird zur Zugkraft unseres Wohlstands auf neuem Niveau. Die industriellen Trends wie Internationalisierung und Tertiarisierung der Wertschöpfung sowie neue Formen der Arbeitsorganisation werden Auswirkungen auf die Zukunft der industriellen Arbeit in Deutschland haben.
22. November 2010, 20:00 - 22:30 Uhr
Paul-Löbe Haus, Europasaal PLH 4.900
Platz der Republik | 11011 Berlin