Wissenschaftszug jetzt auf dem Abstellgleis

Veröffentlicht am 16.09.2010 in Pressemitteilung

Sieben Millionen teurer Zug darf nicht zum „Einmalspielzeug“ werden, fordert der rheinland-pfälzische Bundestagsabgeordnete Klaus Hagemann:

Vor einem Jahr war er noch eine große Attraktion mit insgesamt über 260.000 Besuchern und Stationen in Worms und Mainz. Jetzt fristet der sieben Millionen Euro teure Wissenschaftszug „Science Train“ des Bundesbildungsministeriums sein Dasein auf dem Güterbahnhofes Rehbrücke, so der SPD-Bundestagsabgeordnete Klaus Hagemann, der sich im vergangenen Jahr erfolgreich für einen Halt in der Nibelungenstadt eingesetzt hatte.

Seit mehr als neun Monaten stehen die Waggons des 330 Meter langen Wissenschaftszuges im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Abstellgleis, wie Recherchen des SPD-Abgeordneten ergaben. „Eine Verwendung des Wissenschaftszuges im Jahr 2010 hat sich als nicht realisierbar erwiesen“, teilte der zuständige Staatssekretär des Bundesbildungsministeriums jetzt auf die zwischenzeitlich vierte Anfrage von Hagemann zum Zug mit.

„Bundesbildungsministerin Schavan hat es leider versäumt eine Anschlussnutzung für den Science Train zu vereinbaren und ist nicht in der Lage dem Haushaltsausschuss des Bundestages zu unterrichten, wann die Waggons wieder einer Nutzung zugeführt werden“, kritisiert der Wormser Bundestagsab-geordnete. Trotz Sicherheitsbeamter, die den Zug rund um die Uhr bewachen, konnten im August Sprayer Graffitis anbringen.

„Das Bundesministerium als Auftraggeber darf nicht immer nur auf den schnellen PR-Erfolg schielen, sondern muss jetzt schnellstens ein Nachnutzungskonzepten vorlegen“, erklärt MdB Hagemann weiter, der auch Hauptberichterstatter im Haushaltsausschuss für Einzelplan Bildung und Forschung ist. Anlässlich der Etatberatungen im Bundestag hat der SPD-Abgeordnete eine vierseitige Liste mit weiteren Negativbeispielen von Steuergeldverschwendung und nicht eingehaltenen Versprechungen im Bildungs- und Forschungsbereich vorgelegt.

 

SPD

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