Detlev Pilger: "Gestern Klimawandel, heute Kirmes"

Veröffentlicht am 03.09.2019 in Pressemitteilung

Manchmal fällt es gar nicht so leicht zwischen den verschiedenen Themen und Aufgaben binnen kurzer Zeit umzuschalten. Gerade das erstgenannte Thema beschäftigt mich inzwischen Tag für Tag: der Klimawandel und die Veränderungen, die damit einhergehen. Als Mitglied des Umweltausschusses des Deutschen Bundestags bin ich vertraut mit den Daten und Fakten.

Dennoch mache ich mir große Sorgen, ob es uns gelingen kann die notwendigen Anpassungen zu vollziehen. Um das Ziel des Pariser Klimaabkommens zu schaffen, die durchschnittliche Erderwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts auf max. 1,5 Grad zu begrenzen, sind große Einschnitte in kurzer Zeit notwendig. Dabei, und das ist mir als Sozialdemokrat besonders wichtig, dürfen wir die Ärmsten nicht über Gebühr belasten! 

Neben diesem globalen Megathema sind es vor allem die Sorgen und Wünsche der Menschen in meinem Wahlkreis, die meinen Alltag bestimmen: Ganz aktuell und drängend ist das die Wohnungsnot. Hier kann man inzwischen wirklich von einer Not sprechen, geht es doch um mehr als 5.000 bezahlbare Wohnungen, die allein in meiner Heimatstadt Koblenz derzeit fehlen. Durch meine Vorstandstätigkeit bei der Genossenschaft Modernes Wohnen und durch meine Kontakte in der Stadt versuche ich zu helfen, wo ich kann. 

Hilfe ist ein gutes Stichwort: Aus meiner eigenen Biographie heraus weiß ich, wie schwierig es sein kann, wenn man in einem sogenannten Brennpunktviertel aufwächst und keine Bildungsförderung erfährt. Daher war es mir schon lange vor meiner Tätigkeit als Abgeordneter und ist es auch heute besonders wichtig, in diese Brennpunkte reinzugehen und die Familien und hier vor allem die Kinder zu unterstützen. Jedes Kind soll später einmal die Chance erhalten, das zu erreichen, was es sich wünscht. Das ist ein hoher Anspruch. Diesen mit Leben zu füllen, dafür setze ich mich ein!

Mein Wahlkreis umfasst jedoch nicht nur Koblenz. Es ist eine Region im Mittelrheintal, die so schön ist, dass man sie kaum beschreiben kann. Nicht zu Unrecht zählt sie zum UNESCO-Weltkulturerbe. Doch die Schönheit der Region wird getrübt – durch unfassbaren Lärm von zum Teil über 100 dBa. Verursacher dieses Lärms sind mehr als 100 Jahre alte Bahnstrecken und laute Güterzüge, die darauf rollen. Bis zu 400 am Tag. Das hat natürlich Konsequenzen: Menschen werden krank, viele ziehen weg und der Tourismus leidet enorm. 

So kommt es, dass eine Region, die eigentlich prosperieren könnte, leidet. Sie leidet darunter, dass ein CSU-geführtes Verkehrsministerium lieber bayerische Verkehrsprojekte fördert, als Ausweichstrecken in Rheinland-Pfalz zu planen. Meine Versuche hier etwas zu bewirken, waren bisher leider vergebens. Doch ich bleibe natürlich dran und werde bis zu meinem letzten Tag als Abgeordneter dafür arbeiten diesen Missstand zu beseitigen. Die Bürgerinnen und Bürger im Mittelrheintal haben es verdient.

 

SPD

Vizekanzler Olaf Scholz fordert schnelle zusätzliche Maßnahmen gegen die rapide steigende Zahl der Corona-Infektionen. Der dramatische Anstieg in den vergangenen Tagen sei "sehr besorgniserregend", sagte Scholz am Dienstag. "Jetzt sind schnelle und entschlossene Schritte nötig, um diese neue Infektionswelle zu brechen."

Die Politik muss die Stahlindustrie befähigen, gewinnbringend und klimaneutral zu produzieren. Dazu kann auch eine staatliche Beteiligung sinnvoll beitragen. Ein Namensbeitrag des SPD-Vorsitzenden Norbert Walter-Borjans.

Die SPD trauert um den überraschend gestorbenen SPD-Politiker Thomas Oppermann. "Wir verlieren einen langjährigen Weggefährten, einen überzeugten Sozialdemokraten, einen auf vielen Feldern hochkompetenten Politiker und einen offen, humorvollen Freund", so die SPD-Vorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans.

Thomas Oppermann ist tot. Parteiübergreifend reagierten politische Weggefährtinnen und -gefährten mit Bestürzung, Trauer und Respekt vor der Leistung des großen Sozialdemokraten. Die SPD verliert einen "leidenschaftlichen und kämpferischen Genossen" - und: "einen Freund".

20.10.2020 12:21
Jetzt ist Endspurt.
Am 1.Juli hat Deutschland die EU-Ratspräsidentschaft übernommen. Die Voraussetzungen durch die Covid-19 Krise könnten schwieriger nicht sein. Sie fällt damit in eine Zeit, in der es mehr denn je darauf ankommt, die Europäische Union durch mutiges politisches Handeln zu stärken und Europas Einheit und Zusammenhalt zu verteidigen.