Pflichtmensch und Freund - Matthias Platzeck setzt Maßstäbe

Veröffentlicht am 30.07.2013 in Allgemein

Zum angekündigten Rücktritt des brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck erklärt der SPD-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel:

Matthias Platzeck verkörpert Brandenburg. Er lebt beispielhaft vor, was die Brandenburgerinnen und Brandenburger ausmacht: pragmatisch, pflichtbewusst, klar und weitblickend, aber auch stets leidenschaftlich für die Interessen seines Landes kämpfend.

Und genau so hat Matthias Platzeck nun auch souverän über seinen Rückzug entschieden. Seit vielen Jahren setzt er seine ganze Kraft und Leidenschaft für Brandenburg ein und hat tiefe Spuren in der Brandenburger Landespolitik hinterlassen. Ihm ist anzumerken: Er liebt das Land. Und man merkt Brandenburg an, dass Matthias Platzeck das Land politisch, aber auch als Mensch geprägt hat.

Nun zieht Matthias Platzeck sich aus gesundheitlichen Gründen vom Amt des Ministerpräsidenten zurück, weil er weiß und spürt, dass die Leidenschaft für sein Land und das Pflichtbewusstsein in seinem Amt derzeit über seine körperlichen Kräfte gehen. Das verdient allergrößten Respekt.

Matthias Platzeck ist ein großer Sozialdemokrat, als Parteivorsitzender hat er unsere Partei mit größtem Einsatz und seiner unaufgeregten, offenen Art in schwieriger Zeit vorangebracht.

Er ist mir aber auch ein persönlicher Freund in einem Bereich, in dem es wenige Freundschaften gibt. Er versteht es wie wenige, Menschen direkt anzusprechen und für sich zu gewinnen. Zuhören, Menschen und ihre Lebenslagen verstehen kann er wie kaum ein anderer. Und er bleibt nie unverbindlich, sondern lässt sich immer in die Verantwortung nehmen. Gerade mit seiner menschlichen Art setzt er Maßstäbe im bisweilen schnelllebigen und oft zu hektischen politischen Betrieb.

Zu allererst wünsche ich Matthias Platzeck eine schnelle und vollständige Genesung. Und ich freue mich weiter über seine wesentliche Hinweise und seinen mich stets fordernden Rat, der mir immer wieder geholfen und Orientierung gegeben hat. Das wird er auch weiterhin.

 

SPD

Auch die vierte Sondierungsrunde war von harten, intensiven Beratungen geprägt. SPD-Chef Martin Schulz äußerte am Donnerstagmorgen die Hoffnung, dass die Sondierungsberatungen abends abgeschlossen werden können. In einer "Menge von Punkten" habe man bereits Gemeinsamkeiten festgestellt. Schulz fügte aber hinzu: "Es gibt dicke Brocken, die wir noch aus dem Weg zu räumen haben."

10.01.2018 11:17
Intensive Verhandlungen.
An Tag 3 der Sondierungen wurde bis in die späten Abendstunden getagt. Halbzeit. In den Arbeitsgruppen haben CDU, SPD und CSU weiter intensiv miteinander verhandelt. Unter anderem wurden finanzielle Spielräume ausgelotet.

Am zweiten Tag der Sondierungsgespräche hatte SPD-Chef Martin Schulz betont, dass die künftige Bundesregierung eine aktivere, gestaltende Rolle in der Europäischen Union übernehmen müsse. Die Ergebnisse der Sondierungen sollten den Weg aufzeigen, wie Deutschland "wieder zum Motor der Europapolitik" werde, so Schulz. Er sei optimistisch, dass dies "unser gemeinsames Ziel" sei.

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat ein Fazit der ersten Sondierungsrunde über eine Fortsetzung der großen Koalition mit CDU und CSU gezogen. "Wir alle sind uns der Verantwortung, die wir für die Zukunft Deutschlands und Europas gemeinsam tragen, bewusst", sagte Klingbeil am Sonntagabend.

Die SPD wird mit CDU und CSU "konstruktiv, aber ergebnisoffen" Sondierungsgespräche über die Bildung einer Bundesregierung aufnehmen. Das hat der Vorstand einstimmig beschlossen. "Ob die Gespräche in eine Regierungsbildung münden, ist offen", betonte SPD-Chef Martin Schulz am Freitag.